3 Ratschläge für angehende Marketing-Eskapisten

Bist du vielleicht ein Eskapist?

Marketing

Bist du ein Marketing Eskapist?

Ein Gespenst geht um im Internet, das Gespenst des Eskapismus. Immer mehr Leute hören auf, einfach „mitzumachen“ im alltäglichen Trott, sie buchen ihre Reisen bei Secret Escapes, wobei das so „secret“ schon gar nicht mehr ist; sie suchen nach Jobs, wo sie Karriere und Familie vereinbaren können – mit einem eindeutlichen Schwerpunkt auf Familie (total verrückt!); und sie suchen im Internet (und natürlich außerhalb desselbigen) nach Möglichkeiten, sich selbst zu verwirklichen.

Sie folgen ihren eigenen Zielen.

Es sind keine weltfremden Individualisten, auch keine Einsiedler auf dem Mond; es sind vielmehr Aussteiger, die gleichzeitig wieder einsteigen, also aussteigen aus einem fremdbestimmten, rein in ein selbstbestimmtes Leben. Es sind Menschen, die durch ihren gelebten Eskapismus – bewusst oder unbewusst – eine neue menschlichere Form des Zusammenlebens prägen könnten.

Es sind Leute, die ihren inneren Vertrag mit den äußerlich als wesentliche Merkmale für eine zivilisierte Gesellschaft proklamierten Labels, wie „ewiges Wachstum“, „unkontrollierter Aktivismus“, „Vollbeschäftigung“, „Karriere“, „Hype“, „Promotion“ und anderen „Extremen“ einseitig aufgekündigt haben und die, die sich vergaloppierende, überschlagende Welt sich selbst überlässt. Pech gehabt!

Was aber ist ein Marketing Eskapist?

Eigentlich auch so einer, nur das der zusätzlich noch vor herkömmlichem Marketing flieht. Was ist jetzt wieder herkömmliches Marketing?

Wikipedia sagt übrigens zur Wortbedeutung Eskapismus:

„Als Eskapismus, Realitätsflucht oder Wirklichkeitsflucht bezeichnet man die Flucht aus oder vor der realen Welt und das Meiden derselben mit all ihren Anforderungen zugunsten einer Scheinwirklichkeit, d. h. imaginären oder möglichen besseren Wirklichkeit.“ (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Eskapismus)

Der Marketing Eskapist meidet das reale Marketing, also das, was man so sieht – sagen wir es so – , etc., zugunsten eines möglichen besseren Marketings.

Nicht mehr mitmachen heißt allerdings nicht, gar nichts mehr machen.

Immer mehr total eigenartige Menschen wachsen da heran, die eine seltsame Prämisse für ihr Leben aufstellen: Glück.

Aber, wie ich finde gibt es noch zu wenig Leute dieser Sorte. Deswegen nun hier meine 3 Ratschläge für angehende Marketing Eskapisten. Wenn du denkst, dass du gerade so auf der Schwelle zum Ausstieg stehst, aber noch nicht ganz weißt, wo die Reise hingehen solle, dann ließ jetzt weiter.

Und nein, du musst dazu nicht zwingend eine Reise bei secret escapes buchen. Du kannst es natürlich, denn du findest bestimmt im Außen ganz viele schöne Fluchtorte. Wichtig ist aber, dass du diesen Ort für deinen Eskapismus im Inneren findest.

Du musst aber auch nichts anderes werden, also kein neues Etikett auf deine Stirn kleben. Du musst kein Hippie werden, kein Punk, kein Hipster und auch kein Pilzesammler in Amsterdam. Nö. Bleib einfach Du.

(1) Erkenne, worauf du keine Lust mehr hast.

Ich habe die Frage, was herkömmliches Marketing bedeutet, ja bewusst offen gelassen, denn diese Frage musst du selbst beantworten.

Wenn du den totalen Widerwillen spürst, eine bestimmte Art Marketing auszuüben, z.B. – sagen wir mal – Direktkontakte. Wenn du keine Lust mehr hast, das zu tun, dann sei dankbar dafür, dass du diesen Widerwillen ganz deutlich spürst, denn er ist der beste Indikator dafür, dass es Zeit ist, etwas fundamental zu ändern.

Ja, ehrlich: Sobald du das erkannt hast, kommt der schwierige Teil. Höre auf, das Marketing auszuüben, was dir keinen Spaß macht und schaue nach dem um, womit du dich identifizieren kannst.

(2) Was bleibt übrig?

Die einfachste Methode, herauszufinden, was das sein könnte, ist die: Mache zwei Zettel.

Schreibe auf einen Zettel, was dir nicht gefällt und schreibe auf den zweiten Zettel, was du möchtest.

Lass dir Zeit. Dann zerreißt du den Zettel, auf dem die ungeliebten Sachen stehen, verbrennst ihn oder schmeißt ihn einfach weg.

Zettel 2 behältst du.

Das was auf diesem Zettel steht ist so ziemlich das wichtigste, wenn dein Eskapismus gelingen soll.

Schau ihn dir genau an, denke dich Stück für Stück in die Marketing Aktivitäten hinein, die dir wirklich Spaß machen (könnten). Möglicherweise stellst du fest, dass du einfach nicht der Typ für Direktansprachen bist, für den sogenannten Outbound. Das ist wirklich nicht leicht. Hey, dann lass es doch einfach. Klar, du kannst deine Komfortzone verlassen und blablabla. Aber es gibt definitiv andere Methoden, die dir zunächst mal eher liegen und den schwierigen Methoden kannst du dich später immer noch widmen. Versuche es doch zunächst mal mit einer Landingpage und einem vorgefertigen Video, das dein Produkt vorstellt. Wie wäre das für den Anfang? Dann machst du Werbung für dein Landingpage-Video und sammelst ein paar Leads.

Bald schon sind die Gedanken an die ungeliebten Marketing-Methoden, die dir vielleicht von irgendwem vermittelt worden sind, der nicht darauf geachtet hat, wo deine Talente und Vorlieben liegen.

(3) Sei verrückt

Warum tun so viele etwas, was sie eigentlich gar nicht tun wollen (wenn sie ehrlich zu sich sind)? Diese Frage ist vermutlich sehr alt und es gibt sicherlich schon einige fundierte Antworten darauf.

Ach was. Es gibt gar keine Antworten auf diese Frage, überhaupt keine, sonst würden ja nicht so viele Leute Dinge tun, zu denen sie gar keine Lust haben.

Aber bleiben wir beim Marketing.

„Verrückt“ sein bitte ich in diesem Zusammenhang nicht so zu verstehen, dass man kurz vor der Einweisung steht. Verrückt heißt nur, einen Zentimeter hierhin oder dorthin zu rücken, also sich ein stückweit vom „Mainstream“ zu entfernen. Du kannst – von oben betrachtet – gerne noch voll im Trend liegen. Ich denke, das würde dir sicher sogar helfen, viele Interessenten und Kunden zu bekommen. Aber du musst dich unterscheiden.

Was Kants kategorischer Imperativ für die Philosophie ist, dass muss der Satz: „Finde deine Nische!“ für dich bedeuten. Nur in einer Nische und sei sie noch so klein, hast du Erfolg. Wenn du verwechselbar bleibst, hast du keine Chance, eindeutig erkannt zu werden.

Und dazu musst du wirklich nicht im großen Topf umrühren. Du kannst dein Wiedererkennungsmerkmal mit kleinsten Mitteln herstellen. Viele haben eine besondere Frisur, ein Hütchen oder sie sagen etwas bestimmtes oder in einer bestimmten Weise.

Wenn du herausgefunden hast, was Dich ganz persönlich auszeichnet, dann hast du meist schon dein bestes Wiedererkennungsmerkmal gefunden.

Bist du nun ein Marketing Eskapist?

Ich bin mir sicher, du bist einer.

(Sonst hättest du ja nicht bis hierhin gelesen. 😀 )

OMA ist übrigens auch Eskapist(in). 😉 Glaubst du nicht? Dann schau mal rein bei OMAS Bootcamp.

Saucoole Grüße,

Dein Sebastian

Über

Saucooler Internet Marketer aus Berlin. Seit 2007ff. ON - viele Projekte - dieses hier ist neu, ganz frisch: 2015. Es ist voll von Infos, Unterhaltung und coolen Fotos. ;-) Mein Hauptziel ist es, dir zu zeigen, wie du dein Online Geschäft effektiv, saucool und individuell aufbaust und jeden Tag mit einem einfachen System neue interessierte(!) Kontakte und Kunden gewinnst. Freut mich, dass meinen Artikel gelesen hast. Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen. Hinterlasse doch einen Kommentar!

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Ein Kommentar zu “3 Ratschläge für angehende Marketing-Eskapisten
  1. TH sagt:

    Vielen Dank für deinen schönen Text. Er entspricht so sehr dem was ich auch schon erlebt habe.
    Persönlichkeitsentwicklung ist ein ständiger Prozess. Wer sich dafür interessiert lässt sich sehr schnell im Angebotsüberfluss verlieren. Und selbst wenn ein Ziel erreicht ruft doch gleich das nächste.

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