Video-Interview mit Nicole Bleck & Ute Mann (Rancho el Contento)

Interviews mit saucoolen Typen – Nicole Bleck und Ute Mann (Rancho el Contento)

Ich traf Ute Mann und Nicole Bleck in der Dominikanischen Republik, genauer gesagt, in Sabaneta, östlich von Cabarete.
Ute ist vor 7 Jahren ausgewandert und hat aus eigener Kraft eine Pferderanch, die *Rancho el Contento* aufgebaut. Dort peppelt sie freilaufende Tiere auf und bietet Reittouren für Touristen an. Es ist ihr sehr wichtig, dass die Menschen das echte Dominikanische Leben kennenlernen und natürlich die einsamen Traumstrände, fernab vom Massentourismus.

Interviews mit saucoolen Typen

ein Interview mit saucoolen Typen in der DomRep – heute Nicole Bleck und Ute Mann.

Ähnlich sieht es Nicole. Sie ist leideschaftliche Fotografin und bietet Fotoshootings für Touristen in der DomRep an. Ihr Spektrum reicht dabei von wunderschönen Naturaufnahmen der Karibik, bis zu Portraits von Menschen in verschiedenen Situationen, außerdem beherrscht sie stimmungsvolle Bildnachbearbeitung. Auch ihr ist es sehr wichtig, dass ihre Kunden das authentische Leben der Karibik und echte einsame Strände kennenlernen.
Und sie ist völlig fasziniert, wenn wunderschöne Schmetterlinge herumfliegen und sie zufällig eine Kamera dabei hat. 😉

Zusammen mit Ute hatte sie die Idee, beide Geschäftsideen zu kombinieren: Reiten an einsamen Stränden und das gleich als schönes Breitwandfoto für´s eigene Wohnzimmer festhalten. Erinnerungen als hochwertiges Foto – für jeden Karibikurlauber ein Muss.

Als ich die beiden kennengelernt habe, wusste ich gleich, dass ich zwei saucoole sympathische Menschen vor mir habe, die ich zum Interview bitten musste. 🙂 Viel Spaß dabei!

Wichtige Links (draufklicken und sich freuen! 🙂 ). Nicole und Ute freuen sich auch über Kontaktaufnahmen via Facebook:

Rancho el Contento & Facebookprofil von Ute Mann

Hispaniola Fineart & Facebookprofil von Nicole Bleck

Wieder in Europa angekommen, fielen mir noch mehrere Fragen ein. So gehen wir im folgenden Textinterview noch etwas mehr ins Detail bzgl. der Themen: Fotografie und Pferdetouren in der DomRep, Auswandern und das allgemeine Leben dort, wo andere Urlaub machen.

Fragen, die man noch hätte stellen können

Hallo Ute, hallo Nicole, danke, dass ihr Zeit gefunden habt, euch ein paar total investigativen Fragen zu stellen. 🙂

Meine Lieblingseröffnungsfrage für Auswanderer: Wie ist das Wetter und wo seit ihr gerade, während ihr meine Fragen beantwortet?

Ute: Die Sonne geht gerade unter und ich bin zuhause.

Nicole: Heute regnet es endlich…Nieselregen …nach Wochen der Trockenheit…eigentlich ist nun Regenzeit …

Ihr seid beide vor einigen Jahren in die Dominikanische Republik ausgewandert. D.h. ihr seid vom zumindest halbjährlich kalten Europa in die warme Karibik gezogen. Die Frage „Warum?“ stellt sich eigentlich nicht. Ich stelle sie trotzdem. Vielleicht könnt ihr kurz ausdrücken, was so eure Beweggründe waren und was war der ausschlaggebende Punkt, an dem ihr gesagt habt: So, jetzt wandere ich aus.

Reittouren in der Dominikanischen Republik

Ute Mann (von der Rancho el Contento, bietet Reittouren für Touristen in der Dominikanischen Republik)

Ute: Ich weiß das auch nicht so genau, wann der Punkt da war, wo ich gesagt habe, jetzt wandere ich aus. Ich war ein paar Mal hier um Urlaub, immer ofter, immer länger, dann für 3 Monate und danach für eine noch längere Zeit. Das Wetter ist besser, auch für meine Gesundheit. Mein Lebenspartner ist Dominikaner und mir gefällt es hier.

Jetzt, da ihr schon so viele Jahre hier lebt, wie würdet ihr mit euren eigenen Worten einem Außenstehenden, der noch nie in der Karibik war, das Leben in der Dominikanischen Republik beschreiben? Was macht die Faszination aus, die so viele teilen, die einmal da waren?

Ute: Stressfreies, einfacheres Leben. Hier kannst du mehr im Moment leben und nicht nur immer denken: „Was ist, wenn…“.

Nicole: Freies …einfaches leben…ohne Stress.

Mit euren Umzugskartons, viel Vorfreude auf die karibische Lebensart und einer guten Portion Mut habt ihr ja auch ein paar Geschäftsideen mit in die „DomRep“ gebracht. Stellt noch einmal kurz vor, was ihr anbietet.

Ute: Am Anfang habe ich mal hier, mal dort gearbeitet, vom Zimmer streichen bis Verkäuferin in Geschäften und was so im Angebot war. Da ich schon immer ein Pferdefreund war , hatte ich natürlich auch meine privaten Pferde hier und immer mehr Freunde, die mich besuchen wollten, mit mir Reiten gehen, aber eben auf gepflegten Pferden, so entstand über die Zeit meine Ranch.

Fotos in der Dominikanischen Republik

Nicole Bleck (leidenschaftliche Fotografin für Urlauber in der Dominikanischen Republik)

Nicole: Die Idee mit der Fotografie kam erst viel später…aus einem Hobby wurde eine Passion… . Ute und ich haben uns erst vor gut 2 Jahren kennengelernt…erst standen die Pferde und das Reiten im Vordergrund…dann irgendwann brauchte Ute Fotos…und ich hatte einige Ideen…und so entwickelte sich das ganze langsam.

Nicole, wie bist du zur Fotografie gekommen? Hattest du bestimmte Vorbilder?

Nicole: Durch die Auswanderung bin ich zur Fotografie gekommen…wollte ich doch alles für Familie, Freunde und Bekannte festhalten. Willst du mal mein Lieblingsfoto sehen?

Gern.

Interview mit Nicole Bleck

Die gleiche Frage für Ute: Waren Pferde schon immer deine Leidenschaft? Was denkst du, wie sich das bei dir entwickelt hat?

Ute: Bin schon seit der Kindheit in Pferde vernarrt und hatte auch ein Pferd in Deutschland.

Leben in der Dominikanischen Republik

Das Leben in der DomRep ist einfacher, aber dafür schenkt es dir eine Menge Freiheiten.

Vom Allgäu nach Sabaneta – vom Münsterland nach  Jamao al Norte. Wie würdet ihr für euch selbst die Umstellung beschreiben? Was waren so die größten Hürden, die ihr nehmen musstet?

Nicole: Nicht immer Strom haben…nicht immer Internet …also Zivilisationsselbstverständlichkeiten…(wie z.B. Einkaufen).
Nicht zu vergessen der Zivilisationsschock…man weiss viel..man liest viel…aber Erleben ist etwas anderes.

Ute: Andere Mentalität, andere Sprache und alles neu. Ich war am Anfang sehr viel auf mich allein gestellt und musste mich erst umhören, wo ich was finde, bzw. bekomme.

Euer lustigstes/interessantestes Erlebnis in der DomRep bislang war…?

Strand in der Karibik

meistens allerdings scheint in der DomRep die Sonne 😉

Nicole: Regenfälle…nicht zu glauben…aber wenn es hier regnet…geht zeitweise die Welt unter…war für mich vorher unvorstellbar.

Auf www.saucoole-marketing-tipps.de beschäftigen wir uns ja sinnigerweise auch mit Marketing. Das stelle ich mir in der Dominikanischen Republik zunächst abenteuerlich vor. In Europa nutzt man einfach ein paar Onlineplattformen oder etablierte offline Medien. Welche Marketing Strategien setzt ihr um? Habt ihr einen Blog?

Nicole: Hier ist Facebook die Nachrichtenbox, die Bildzeitung, …mehr geht nicht… und Beziehungen… 🙂 Freunde und Bekanntenkreis.

Internet in der Domrep

Kaum zu glauben, aber viele Dominikaner haben Smartphones mit Internetanbindung. Und natürlich hat jeder ein Facebookprofil. 😉

Wenn du, Ute, in Sabaneta (also etwas abseits vom typischen Touristengebiet auf dich und deine Ranch aufmerksam machen willst, wie gehst du da vor? Wie findet der Tourist zu dir?

Ute: Natürlich auch im internet, eigene Webseite, Facebook, holidaycheck, tripadvior usw.. Und teilweise arbeite ich mit Hotels und Spraschschulen usw., die mir Kunden vermitteln, bzw. mein Poster ausgehängt haben. Und natürlich über Freunde und Bekannte und Weiterempfelungen.

Auswandern und mit einer eigenen Geschäftsidee in der Karibik Erfolg haben: Diesen Plan fassen sehr viele Menschen, wovon nicht zuletzt diverse Fernsehformate zeugen. Welche Tipps würdet ihr Menschen geben, die solche Ziele haben?

Und genauer: Welche Geschäftsideen kommen in der Karibik gut an und welche kann man schon im Ansatz vergessen?

bemaltes Haus in der DomRep

Faszinierend und das immer wieder: Die farbenfrohen Bemalungen der oft einfachen Häuser. Verträumte Kreative haben hier viel Freude. 🙂

Ute: Wenn ich eine gute idee hätte, würde ich die natürlich selber verwirklichen 😉

Nicole: Außergewöhnliche Dinge…nicht unbedingt ein Restaurant…aber man muss sich frei machen von europäischer Bezahlung…die gibt es hier nicht.

Ute: Es ist nicht einfach, hier eine Geschäftsidee umzusetzten, wenn man es angemeldet machen möchte, ist es eine Rennerei bis man alle Papiere hat und das kostet Geld und Nerven. Man braucht Ausdauer und einem muss klar sein, dass die Löhne und Verdienste nicht europäisch sind.

Wie ist die Zusammenarbeit mit den Dominikanern vor Ort? Als Selbstständige seid ihr sicher ab und zu auf Kooperationen angewiesen.

Ute: Ich habe keine Probleme mit meinen Nachbarn. Sie sind hilfsbereit und arbeiten teilweise auch für mich, z.B. mein Taxifahrer ist ein Nachbar und auch mein Helfer bei den touren und mit den Pferden. Es muss aber auch jedem klar sein, dass die Dominikaner nicht immer pünklich oder 100% zuverlässig sind und eben arbeiten um zu leben und nicht leben um zu arbeiten.

Nicole: …Man muss nur die richtigen finden…wie in Deutschland auch…Mundpropaganda.

Wie leicht/schwer ist es generell, in der Dominikanischen Republik geschäftlich Fuß zu fassen? Worauf kommt es besonders an? Vielleicht könnt ihr ein paar Tipps geben.

Nicole: Es ist schwer…man braucht Geld…weil Arbeit gibt es hier so gut wie keine…und Sozialleistung gibt es nicht…man muss schon wissen, was man will…will ich gatet leben (d.h. in einem abgesicherten Bereich)…oder im campo (z.B. mitten unter den Einheimischen) …kann ich auf Luxus verzichten..oder brauche ich es…. Meine Empfehlung: Vielleicht nicht unbedingt mit kleinen Kindern auswandern.

Straßenchaos in der Domrep

Es wirkt oft kompliziert, geschäftsmäßig in der DomRep ans Ziel zu kommen – Gelassenheit ist eine Kernkompetenz für Erfolg. 😉

Ute: Es ist nicht so einfach. Erstmal ohne residencia (Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung) geht nichts. Ein Gewerbe kann man nur machen, wenn man dieses hat und die Papiersachen sind hier sehr kompliziert, wie ich es erlebt habe. Wenn man eine Sache hat, wollen sie was anderes, dann holt man die Sache und sie wollen wieder was anderes. Bei den Touren brauchte ich auch die Genehmigung vom Tourismo, doch die haben natürlich auch Auflagen. Und Papiere kosten Geld und natürlich muss man dann auch Steuern bezahlen und Steuererklärungen machen, usw. usf..

Wieviel Tiere habt ihr eigentlich insgesamt (inklusive des regelmäßigen Tarantelbesuchs)? J Und was bedeutet für euch das Leben mit so vielen Tieren? Für Europäer ist es ja eher fremd, so „dschungelnah“ zu wohnen und entsprechende Artenvielfalt als Nachbar/Mitbewohner zu haben. 😉 Ich hatte z.B. das Gefühl, dass ich viel intensiver darauf geachtet habe, als zuhause, was so um mich herum kreucht und fleucht, nicht nur aus Vorsicht vor evtl. ekligen oder giftigen Tieren, sondern auch aus Neugier und Faszination, denn z.B. einen Kolibri sieht man nicht alle Tage.

Straßenzug in der Dominikanischen RepublikUte: Ich habe 18 Pferde, 5 Hunde, 1 Katze, Hühner (keine ahnung wieviele es im moment sind 😀 ), ein paar Gegos ums Haus und manchmal so Krappelzeug im Garten, wie glaube ich, jeder hier hat. 😉

Nicole: Wir hatten auch in Deutschland immer schon Tiere… Naturmenschen halt……egal ob Fauna oder Flora.
Wieviele Tiere? Einen ganzen Zoo…..Hunde,Katzen, Pferde…was so üblich ist auf einer Finca…*lach*

Ihr habt ja gesagt, dass manche Einheimische hin und wieder – sagen wir – etwas unbekümmert mit Tieren umgehen. Ich möchte nur einen kurzen Abstecher in dieses Thema machen, da es auch für euch ein wichtiges ist: Wie funktioniert „Tierschutz“ in der DomRep? Wie ist der Trend im Umgang mit Tieren?

Und an Ute: Du hast ja bereits einige Pferde vor dem sicheren Tod gerettet. Beschreib mal kurz, was für ein Leben die Pferde bei dir haben.

Ute: Es gibt hier auch viele Dominikaner, die ihre Tiere lieben, doch keine Ahnung davon haben, z.B. dass man ein Tier entwurmen muss oder was das Tier so zum Fressen braucht und ihnen fehlt auch oft das Geld. Kastration z.B. können sie sich nicht leisten.

Ich habe einige Pferde, die früher nicht so sanft behandelt worden sind, doch ich versuche ihnen nun ein schönes ausgeglichenes leben zu geben. Sie leben alle zusammen in einer Herde auf großen Weiden, fast wie Wildpferde. Wenn wir sie holen, müssen wir sie erst mal suchen und einfangen, dann werden sie natürlich regelmäsig entwurmt und ihnen werden Vitamine gegeben, einfach alles, was sie brauchen.

Klar müssen sie dann auch immer wieder mal arbeiten, doch das mit Verstand, nicht jeden tag. Sie haben auch ihre freien Tage. Und wenn eins mal ein problem hat, bleibt es im Krnakenstand und hat einen gelben Schein 🙂

Nicole: Die Dominikaner verdienen im Höchstfall 10000 peso im Monat bei 45 Std. Arbeit…da können sie nicht grossartig Tiere kastrieren usw…sie meinen es bestimmt nicht böse…haben es nicht anders gelernt…wie die Eltern so die Kinder,
aber ein Umdenken ist zu sehen… es wird aber dauern…wie es halt 1960 in Deutschland war…so ungefähr ist es gerade hier…wir sind in der Vergangenheit 🙂

Was denkt ihr, wie sich die touristische Landschaft an der Nordküste in der Dominikanischen Republik in 10-20 Jahren entwickeln wird?

Ute: Keine Ahnung, kommt oft darauf an, welcher Präsident gewählt wird.

Nicole: Entwicklung…ohje…keine Ahnung…

Und für euch selbst: Welche Pläne und Ziele habt ihr für die Zukunft?

Ute: Weitermanch und hoffen, dass es allen gut geht und wir unsere Tiere und uns gut versorgen können.

Nicole: In Ruhe und Zufriedenheit leben 😀

Zum Schluss, die „Saucooler-Typ-Check“ Frage – bitte mit Augenzwinkern lesen und wenn du magst, auch beantworten. 😉 Ihr habt euch keiner leichten und bestimmt keiner gewöhnlichen Aufgabe gestellt. Was würdet ihr sagen, was zeichnet euch als Persönlichkeiten aus, dass ihr euren Weg bis hierhin gegangen seit? Bzw. vielleicht seid ihr auch jemandem dankbar, einer Entwicklung oder einem prägenden Teil eurer Persönlichkeit?

Ute: Ausdauer und nicht aufgeben und sich durchkämpfen auf menschliche Art.

Nicole: Ohne meinen Mann geht nichts 😀

Vielen Dank für das Interview!

Nicole: Viele liebe Grüße!

Ute: Gerngeschehen.

Ich hoffe, dir hat das Interview gefallen! Für mehr Interviews schaue einfach in die gleichnamige Rubrik hier auf dem Blog. 

Bist du auch ein saucooler Typ oder hast eine saucoole Idee, die du gern vorstellen möchtest? Dann melde dich bei mir und wir verabreden vielleicht schon bald einen Termin für ein Video-Interview. Ich freue mich, von dir zu hören.

Saucoole Grüße,

Sebastian

Über

Saucooler Internet Marketer aus Berlin. Seit 2007ff. ON - viele Projekte - dieses hier ist neu, ganz frisch: 2015. Es ist voll von Infos, Unterhaltung und coolen Fotos. ;-) Mein Hauptziel ist es, dir zu zeigen, wie du dein Online Geschäft effektiv, saucool und individuell aufbaust und jeden Tag mit einem einfachen System neue interessierte(!) Kontakte und Kunden gewinnst. Freut mich, dass meinen Artikel gelesen hast. Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen. Hinterlasse doch einen Kommentar!

Getagged mit: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*