Meine Erfahrungen mit Kleinanzeigen

Warum will ich dir eigentlich von meinen Erfahrungen mit Kleinanzeigen berichten? Ich will dir ein paar Fehler ersparen 🙂 .

Ausmisten! Das stand im November/Dezember 2015 ganz oben auf der Tageswohnung, denn wir planten für 2016 einen Umzug in eine größere Wohnung. Wie? Mehr Platz, aber weniger Besitz? Jein. Weniger Gerümpel, darum ging es mir.

Du ziehst um und trägst Kartons um Kartons durch die Gegend und wunderst dich selbst, was du da eigentlich durch die Gegend trägst. Du schleppst Sachen vom Haus in den Transporter oder lässt schleppen und du fragst dich: Warum eigentlich schleppe ich da teilweise Dinge durch die Gegend, die ich seit gefühlten 10 Jahren nicht mehr benutze?

Also: Ausmisten. Du mistest auch aus? Und suchst du nach einem geeigneten Portal für deine Sachen, die du nicht mehr brauchst? Dann lies weiter.

Das hat mich auch gleich zu dem heutigen Blogartikel inspiriert. Da ich wirklich viele Kleinanzeigenanbieter genutzt habe, möchte ich hier von meinen Erfahrungen berichten und dir helfen, das ideale Kleinanzeigen Portal für dich und deinen eigenen Frühjahrsputz zu finden. 2017 ist ja nur noch einen Steinwurf entfernt.

Meine Erfahrungen mit Kleinanzeigen

ebay Kleinanzeigen Erfahrungen

Erfahrungen mit Kleinanzeigen

Kannst du dich eigentlich noch an die Zeit erinnern, als es keine Online Kleinanzeigen gab? 🙂

Ebay Kleinanzeigen ist gewissermaßen der Klassiker und sehr beliebt. Also führte mich auch mein erster Weg dorthin. Das Einstellen ist kostenlos und funktioniert schnell per Laptop oder Smartphone. So ging ich durch die Wohnung, machte Fotos und stellte sie sofort ein.

Getestet habe ich den Großraum Berlin – profanerweise aus dem Grund, weil ich dort wohnte. Aber auch in meiner alten Heimat Porta Westfalice (Ostwesfalen) habe ich bereits Erfahrungen gesammelt, die denen in Berlin gleichen.

Nach 50 Einstellungen innerhalb von 30 Tagen wurde mir gesagt, dass das Angebot nun kostenpflichtig sei. Das Aufgeben von bis zu 50 Anzeigen innerhalb von 30 Tagen ist kostenlos. Ab der 51. Anzeige in diesem Zeitraum wird eine Einstellgebühr erhoben. (Stand Dezember 2015)

Wer also wirklich viel ausmisten muss, sollte zusätzlich andere Möglichkeiten, Inserate aufzugeben, nutzen.

Was verkauft sich gut auf ebay kleinanzeigen? Meine Kleinanzeigen Erfahrungen

Ich habe Dinge meist sehr günstig angeboten oder etwas unter dem Originalpreis, wenn sie vollkommen neuwertig aussahen, funktionierten und außerdem eher selten angeboten wurden.

Was gut ging, d.h. schnell angefragt wurde und ebensoschnell abgeholt wurde?

  • modernere Möbel, wie Schreibtisch, Wohnzimmertisch oder auch Kleiderschrank und Sessel.
  • Kostüme (Weihnachtsmannkostüm, Chinahut, etc.)
  • Technik, wenn sie noch relativ neu war und funktionierte
  • Fahrrad

Was nicht so gut lief:

  • alte Sammelfiguren, die auch keine Seltenheit hatten (die wurden nicht mal geschenkt genommen)

Fazit:

Meinen Erfahrungen mit Kleinanzeigen nach zu urteilen, sind die von Ebay wärmstens zu empfehlen, wenn man wenig Sachen schnell mal loswerden will, ohne etwas dafür bezahlen zu müssen. Geschenkte Artikel gehen natürlich besonders gut, aber man wird auch Evergreens wie Kerzenhalter, Dekorationsobjekte, Möbel wie Schreibtische oder Fitnessgeräte recht schnell los. Zumindest ging es mir so. Artikel wie etwa Setzkastenfiguren, Kuscheltiere (selbst geschenkt) oder alte Möbel liefen eher zäh. Besonders Phonomöbel für Musikanlagen, die vollkommen außer Mode gekommen sind, wird man so gut wie gar nicht los, nicht mal geschenkt.

Schade ist, dass das kostenlose Inserieren und Verkaufen nach den genannten 50 Anzeigen in 30 Tagen endet, aber das kann man auch verstehen, immerhin muss ebay kleinanzeigen  einiges an Serverkapazität bereitstellen.

Insgesamt gilt aber auch: Geduld haben. Wer ebay kleinanzeigen nutzen will, um schnell auszumisten wird nicht bei allen Artikeln sofort Erfolg haben. Aber auf lange Sicht wird man hier „fast“ alles los. 😉

Ich habe z.B. mein altes leider schon recht schrottiges Fahrrad gratis bei Ebay Kleinanzeigen angeboten. Bereits nach wenigen Millisekunden erreichte mich eine Flut von Anrufen und E-Mails! Kaputte Fahrräder gratis – das geht in Berlin immer aber ich denke mal, sonst auch überall.

Meine Erfahrungen mit Kleinanzeigen: Ebay

Das sozusagen „große, richtige“ Ebay ist ja bewusst kein Kleinanzeigenmarkt, sondern eine Auktionsplattform für jedermann. In den letzten Jahren zwar reichlich kommerziell geworden, wird es immer noch von zahlreichen kleinen Privatanbietern genutzt.

Das bestätigte sich auch bei meinem „Frühjahrsputz“.

Was nicht so gut lief:

  • Kleine ältere und nicht so hübsche Dekorationsteile, wie Vasen, Schalen oder Aufsteller.
  • Kleinere Möbel mit Versandkosten um die 15 €
  • Bilder auf Leinwand (wie z.B. ein Sonnenuntergang)

Was gut lief:

  • seltene und begehrte Bücher
  • DVDs/BlueRays
  • Technik, die nicht älter als 3 Jahre ist

Fazit:

Was mich überrascht hat war, dass z.B. ein schönes modernes Bild auf Leinwand, dass mal so um die 90 Euro gekostet hatte und immer noch neuwertig ist, sich überhaupt nicht verkauft hat. Scheinbar sind diese Sachen außer Mode oder man braucht wahnsinnig viel Geduld.

Von wenigen Ausnahmen abgesehen kann man aber wirklich sagen: Das, was du selbst noch kaufen würdest, bekommst du auch gut verkauft. Gerade bei begehrten Artikeln, wie im Elektronikbereich (3 Jahre altes Smartphone z.B.) bekam ich einen guten Preis.

Eine gute Einstellzeit bei Ebay ist übrigens 18 – 20 Uhr und wenn du es so startest, dass es an einem Sonntag endet. Da sind die Leute meist zuhause, entspannt und surfen im Internet. Freitag und Samstag als Endtag eignen sich nicht so gut, da die Leute da meist unterwegs sind.

Meine Erfahrungen mit Quoqua / DHD24 („Der heiße Draht“)

Zugegeben, ich habe mir nicht die Mühe gemacht, alle Artikel bei allen Kleinanzeigen-Anbietern einzustellen. Nur einige wenige Sachen, die ich unbedingt zu einem ordentlichen Preis verkaufen wollte habe ich z.B. auch bei DHD24 und bei Quoqua eingestellt. Es handelte sich dabei um 3 Sessel und und einen alten Anzug. Beides bin ich zumindest über diese beiden Portale nicht losgeworden. 😂 Einige Besucher hatten sich zwar auf die Anzeige verirrt, aber ich denke, die Menge meiner Anzeigen reicht nicht aus, um hier ein Fazit zu ziehen.

Fazit: Meine Erfahrungen mit Kleinanzeigen

Es ist einige Jahre her, dass ich Ebay & Co. intensiv genutzt habe. Damals hatte man noch das Gefühl, dass es ein Tummelplatz von Privatanbietern war und das Idyll eines dörflichen Flohmarkts drang durch die Nullen und Einsen. Es war die Zeit, als Ebay noch ein munter-verspieltes buntes Logo hatte, was sich ja inzwischen geändert hat. Das neue ist glatter und technischer. So ist auch das Gefühl. Es macht nicht mehr so viel „Spaß“ wie am Anfang. Möglicherweise liegt das auch daran, dass ich älter geworden bin, das will ich gar nicht bestreiten. 😉

Das Einstellen von Artikeln ist insgesamt zwar einfacher geworden. Man kann z.B. direkt nach dem Aufnehmen eines Fotos einen Artikel hochladen. Aber irgendwie ist man auch froh, wenn die Auktion vorbei ist oder sich endlich ein Käufer gefunden hat, der den Artikel nimmt.

lustige Anekdoten

Das Niveau der Käufer hat – meiner Meinung nach – auch nachgelassen. Man bekommt dutzende Anfragen mit aneinandergereihten Wörtern, wie „Artikel noch da?“ oder „Was is mit Sessel?“, die einen an der Menschheit zweifeln lassen,

Erfahrungen mit Kleinanzeigen

Das Niveau der Online Kleinanzeigen Portale ist deutlich gestiegen, das der Interessenten scheinbar proportional gesunken.

zumal man keine Nachricht mehr erhält, wenn man die Fragen mit einem „Ja“ oder „Was meinen Sie genau?“ beantwortet. Ich habe aufgehört zu zählen, wie oft ich die Anfrage bekommen habe, ob ein bestimmter Artikel „noch da“ sei… . Ich verstehe den Sinn dieser Frage bis heute nicht, wenn dahinter keine Kaufabsicht steckt. Was hat es für einen Sinn, zu fragen, ob etwas noch zu haben ist, wenn ich es gar nicht haben will!?

Andere Anfragen waren auch lustig: „Ich möchte diesen Artikel gern haben, aber erst in einem Jahr, dann ziehe ich um. Könnten Sie ihn reservieren?“ – – – na sicher…Ich möchte in 10 Jahren am 2. März um 12:15 Uhr Chili con carne essen. Bin mir sicher, das Restaurant stellt das Essen bis dahin kalt.

Was ich dir raten kann…

Meine Erfahrungen mit Kleinanzeigen haben leider dazu geführt, dass ich diese Portale nur noch in Ausnahmefällen nutzen werde.

D.h. wenn ich nach einer kurzen Recherche festgestellt habe, dass ein Artikel sich wie frische Brötchen am Sonntagmorgen verkauft, werde ich ihn einstellen. Andernfalls nicht, bzw. ich würde dann einfach Dinge sammeln und sie als „zu verschenken“ anbieten.

Was mir sehr gut gefiel war, dass man wirklich sehr viele Sachen schnell verschenken kann, sowie die Fülle an Angebotsmöglichkeiten. Zwar habe ich Dinge wie „Ich mähe Ihren Rasen“ oder „Ich führe Ihren Hund Gassi“, etc. nicht getestet. Aber das liebe ich so am Internet, dass du heutzutage Dienstleistungen en masse anbieten kannst. Fiverr z.B. ist da auch zu nennen, wo du ebenfalls totalen Blödsinn als Dienstleistung anbieten kannst („Ich tanze im Dschungel zu deinem Geburtstag und schicke dir davon ein Video“, etc.), aber natürlich auch seriöse Angebote. 😉

Wenn du also planst, demnächst auszumisten, dann recherchiere vorher, welche Artikel wirklich gefragt sind und welche sozusagen überhaupt nicht vorkommen.

Ich hoffe, meine Erfahrungen mit Kleinanzeigen haben dir neben einem Schmunzeln auch den ein oder anderen Tipp beschert.

Viel Erfolg!

 

 

Über

Saucooler Internet Marketer aus Berlin. Seit 2007ff. ON - viele Projekte - dieses hier ist neu, ganz frisch: 2015. Es ist voll von Infos, Unterhaltung und coolen Fotos. ;-) Mein Hauptziel ist es, dir zu zeigen, wie du dein Online Geschäft effektiv, saucool und individuell aufbaust und jeden Tag mit einem einfachen System neue interessierte(!) Kontakte und Kunden gewinnst. Freut mich, dass meinen Artikel gelesen hast. Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen. Hinterlasse doch einen Kommentar!

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