Urlaub in der Dominikanischen Republik Teil 3 – Ausflug zur Paradiesinsel

Heute möchte ich dir etwas über unseren Ausflug zur Paradiesinsel erzählen. Die Überschrift ist bewusst so gewählt, dass man meinen könnte, die Dominikanische Republik sei die “Paradiesinsel”, für die sie ja auch von vielen gehalten wird. In der Tat gibt es dort aber auch eine kleine “Sandbank”, die Paradise Island (Cayo Arena im Original) genannt wird. Sie liegt westlich von Puerto Plata vor Punta Rucia und die Dominikaner sind sehr stolz auf sie, gehört sie der Meinung vieler Menschen nach, zu den schönsten Orten der Welt. Ich selbst habe sie auch schonmal in so einer Rangliste in irgendeinem Online Magazin weit oben entdeckt und kann diesen Eindruck nur bestätigen.

Cayo Arena “Paradiesinsel” ist ein must-see

Ausflug zur Paradiesinsel

Die Hütten hinter mir sind keine Hotelanlage 😉

Wer einmal an der Nordküste der Dominikanischen Republik Urlaub macht und nicht völlig abgestumpft ist, was Begriffe wie “Schönheit der Natur” oder “Einmaliges Erlebnis” angeht, der sollte sich einmal die Paradiesinsel ansehen. Wir haben die Tour zur Insel bei Josefs “Fun Tours” in Cabarete gebucht (wie im letzten Artikel nachzulesen ist).

Von Cabarete aus (Viva Wyndham Tangerine) hat es etwas mehr als 3 Stunden gedauert, bis wir am Strand von Punta Rucia waren, daher wurden wir schon früh um 6:30 Uhr abgeholt. Auf dem Weg hat der Kleinbus natürlich noch an anderen Hotels Touristen eingetütet. Es stiegen auch eine ganze Reihe an “Reiseleitern” ein und an anderen Orten wieder aus – ich hatte den Verdacht, dass der Bus nebenbei als eine Art Gelgenheitstaxi für Freunde fungierte. Der eigentliche Reiseleiter hat sich dann irgendwann ein Herz genommen und uns etwas über Land, Leute, Tiere und die hiesige Flora und Fauna erzählt, was die Fahrtzeit gefühlt etwas verkürzte. Er war dabei perfekt auf die Sprachkenntnisse der Mitreisenden eingestellt und wechselte spontan von spanisch ins englische, von dort ins deutsche und wieder zurück ins spanische, sodass jeder auch alles mitbekam. Da ich sowohl englisch, als auch deutsch verstand, konnte ich mir mein imaginäres Pfeifchen stopfen und auf feine Unterschiede in der Übersetzung achten und dabei klug mit dem Kopf nicken. 😉

Wir erfuhren etwas über die Bedeutung der Mangroven an der Küste vor der Paradiesinsel, die hohe Wichtigkeit des Korallenriffs, die die Paradiesinsel vor der Brandung schützte und welche Fischarten man würde bestaunen können. Außerdem lernten wir, was Macho auf “dominikanisch” hieß: Mandy. D.h. für viele deutsche Mitbürger: Augen auf bei der Namenswahl des weiblichen Nachwuchses! (Ich hoffe, ich habe das richtig geschrieben)

In jedem Fall galt: Mangroven – wichtig! Schutz vor Sturm u.a.. Korallen – sehr wichtig! Für die Reinigung des Wassers u.a.! Nein, Spaß beiseite: Es war gut, dass die Reiseleiter auch einen pädagogischen Auftrag hatten, denn so konsumierte man nicht nur, sondern lernte auch etwas über die Orte, die man besuchte. Auf solche Lerneffekte bei Touristen legten die Dominkaner auch bei anderen Touren Wert. Trotzdem wurde natürlich bei jeder Tour Rum ausgeschenkt. Bildung und Trinken – in der DomRep kein Widerspruch.

Es gab, soweit ich das überblickt habe, drei Möglichkeiten, die Paradiesinsel zu besuchen, mit dem Motorboot, mit dem Katamaran und auf eigene Faust. So konnte man einfach nach Punta Rucia fahren und ein Boot mieten. Eigentlich keine schlechte Idee, denn so kann man sich die Zeit ein bisschen freier einteilen. Die Touren mit dem Katamaran sind etwas teurer. Ich vermute mal ganz kühn, dass das am Katamaran liegt! Die Tour mit dem Motorboot schien uns am angenehmsten zu sein, denn wir wollten ja eigentlich nur hinkommen – wie, war egal.

Was nimmt man mit zur Paradiesinsel?

Kennst du diese Fragen noch aus dem Schulunterricht? Stell dir vor, du landest mit drei Freunden auf einer einsamen Insel. Du darfst drei Gegenstände mitnehmen. Welche sind das und wie werdet ihr euer Überleben sichern? Wer käme da auf den Gedanken, zu sagen: Eine Unterwasserkamera, ein Smartphone und eine Flasche Rum mit Cola?

Ich wollte mir bereits in Deutschland eine teure Unterwasserkamera kaufen. Zum Glück habe ich es nicht getan. Wie oft hätte ich sie schon benutzt? 1x alle zwei Jahre? Ich bin kein Unterwassertourist. Auch vor Ort hätte ich Einwegkameras für Unterwasserfotos kaufen können. Zum Glück habe ich es nicht getan. Warum? Jemand von den Tourguides war so frei und hat die gesamte Tour gefilmt (auch unter Wasser!). Zwar mussten wir im Nachhinein 30 Dollar für eine CD mit dominikanischer Musik, eine CD mit Fotos und eine DVD mit Filmen löhnen (es war so ein Bundle-Preis), aber das war wesentlich günstiger, als eine Unterwasserkamera für über 100 Euro zu kaufen, die man sowieso nie benutzt. Unsere aufgezeichneten Ausflugserlebnisse lagen dann bereits am nächsten Tag an der Rezeption zur Abholung bereit. Perfekt! Ich kann nur jedem empfehlen, einfach die Kamera im Hotel zu lassen – dennoch war ich dickköpfig genug und habe wenigstens das Smartphone mitgenommen.

Um sich ein wenig beim Schnorcheln vor der Sonne zu schützen, war es ratsam, im T-Shirt zu baden. Schnorchelequipment hatten wir selbst von zuhause mitgebracht. Eine Schwimmweste wurde zwar angeboten, wenn du aber schwimmen konntest, brauchtest du keine tragen. Wir sind ohne Schwimmweste schnorcheln gewesen, was auch einwandfrei funktionierte.

Nach dem Schnorcheln wurden Cola, Sprite und Rum gereicht, soviel man wollte. Dabei lernte ich, dass die Dominikaner eines nicht unbedingt gern hören: Cuba Libre (Cola-Rum). Nach einem kurzen politischen Umriss von einem der Tourguides, der leidenschaftlich argumentierte, warum das ein falscher Wortgebrauch sei, verstand ich, warum es in der DomRep natürlich “Dominican Libre” hieß und nicht “Cuba Libre“. 😉

Aber bevor du denkst, ein Ausflug zur Paradiesinsel sei sowas wie ein Wochenendbesäufnis: Man achtete darauf, dass niemand betrunken schnorcheln ging und außerdem wurden die Getränke auch erst nach dem Schnorcheln gereicht. Dazu gab es Kokos-Stückchen, Ananas und einiges mehr an Obst.

Nun nochmal zur Frage, was du zur Paradiesinsel mitbringen musst: Gar nichts – nicht mal Schuhe brauchst du! 🙂 Genieß einfach die Zeit.

Die Paradiesinsel sieht anders aus als im Prospekt

Diesen Satz habe ich mehr als einmal gehört. Die ist ja so klein! Die ist ja fast überschwemmt! In der Tat wurde die Insel von manchen Wellen komplett überschwemmt und man stand eigentlich die ganze Zeit im Wasser. Auf dem Foto oben siehst du es.

In den Prospekten sieht die Insel aber so aus:

Paradiesinsel überschwemmt

die Paradise Island im Frühjahr

Voller Sorge dachte ich, dass die Paradiesinsel in kürze überschwemmt und für immer verschwunden sei. Aber von vielen Seiten wurde mir versichert, dass es nur an der Jahreszeit und dem jeweiligen Meeresspiegel liege, wie sie aussieht. Im Frühjahr bis in den Sommer biete sie viel mehr Platz und im Herbst/Winter sei sie fast überschwemmt. In der Tat änderte sie sogar während wir da waren ihr Aussehen ein wenig. Als wir ankamen, war sie völlig überschwemmt und nur die Holzhütten schauten heraus. Als wir fuhren gab es zumindest in der Mitte einen Streifen, den die Wellen nur selten erreichten.

Schnorcheln an der Paradiesinsel

Geschnorchelt haben wir ausgiebig und sogar zweimal. Während der Großteil der Reisegruppe sich weiter an der Holzhütte die Kante gab, lud uns der “Aquaman” auf eine weiteren Schnorchelgang ein. Wir waren nur noch zu dritt: Meine Frau, ich und ein polnischer Tourist. Unfassbar…da war man mal hier, auf der Paradiesinsel und verbrachte seine Zeit mit Saufen und Small-Talk über irgendwelche Angelegenheiten von “zuhause”. Ich meine…sowas kann man mal gern an der Hotelbar machen, aber warum buchte man dafür einen Ausflug? Naja…die Touristen, die ohne Mehrwert nach Hause fuhren, waren halt immer noch in der Mehrheit. Wie dem auch sei, wir hatten somit die fast exklusive Gelegenheit mit unserem Schnorchelguide noch einmal ausgiebig die Korallen und Fische zu beobachten. Er hat uns auch immer wieder auf interessante Fische und Korallen hingewiesen.

Sicher gibt es Schnorchelgebiete auf der Welt, wo du buntere Korallen und Fische sehen kannst. Ägypten lässt grüßen. Doch das Wasser war klar und die Fische waren zahlreich und es ist eine ganz andere Welt, in die du da eintauchst, das bleibt in Erinnerung, wenn du das nicht jeden Tag hast.

Zuhause hatte ich mir mit Hilfe von YouTube Videos ein bisschen laienhaft die Techniken von Apnoe-Tauchern abgeguckt. Ich will nicht behaupten, dass ich das gut kann, aber ich habe gemerkt, dass man relativ schnell lernen kann, die Luft länger als gewohnt anzuhalten. So blieb ich nicht nur an der Oberfläche, sondern tauchte hinter den anderen Schnorchlern mal tiefer ab und verharrte einige Zeit entspannt inmitten der Korallen, um sie aus der Nähe zu betrachten. Keine Sorge, ich habe nichts angefasst! Ich wollte nur mal einen anderen Eindruck haben. Ja – – – vor dem Urlaub war ich mir nicht ganz sicher, aber jetzt weiß ich, dass ich beim nächsten Mal einen Tauchschein machen werde. Das schwebt mir schon länger vor und dieser kleine Test hat der Faszination neuen Schub gegeben.

Nach dem Schnorcheln haben wir es einfach genossen in dem kristallklaren Wasser vor den Korallen zu baden und die Fische zu beobachten. Die Fische – man verzeihe mir den Vergleich – aber ich glaube, die Fische haben sich wie die Tauben am Bahnsteig hierzulande einfach darauf eingestellt, dass jeden Tag irgendein Idiot vorbeikommt und sie bereitwillig füttert. Die kamen in solchen Schwärmen an und haben – das ist mein subjektiver Einruck – ganz schön vorwurfsvoll geguckt, wenn man kein “Fresschen” dabei hatte.

Wir haben die Fische natürlich ausreichend mit Bananen gefüttert. Vorab hatte uns der Tourguide graten, das Futter direkt loszulassen und einfach nur zu beobachten, wie die Fische kommen und essen. Hielt man das Futter zu lange fest, bissen die Fische einem auch gern mal in den halben Finger. Heute weiß ich, der Tourguide hatte recht!

🙂

Traumhaft saucoole Grüße von der Paradise Island –

Dein Sebastian

 

 

 

Über

Saucooler Internet Marketer aus Berlin. Seit 2007ff. ON - viele Projekte - dieses hier ist neu, ganz frisch: 2015. Es ist voll von Infos, Unterhaltung und coolen Fotos. ;-) Mein Hauptziel ist es, dir zu zeigen, wie du dein Online Geschäft effektiv, saucool und individuell aufbaust und jeden Tag mit einem einfachen System neue interessierte(!) Kontakte und Kunden gewinnst. Freut mich, dass meinen Artikel gelesen hast. Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen. Hinterlasse doch einen Kommentar!

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