Was ist ein Sales Funnel?

…Oder warum es immer eine gute Idee ist, einen Trichter dabei zu haben.

Was ist ein Sales Funnel im Online bzw. Network Marketing?

Image courtesy of renjith krishnan / FreeDigitalPhotos.net

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Die meisten Marketingbegriffe sind ja englisch…weil es einfach stylischer klingt. Oder hältst Du Verkaufstrichter für eine ansprechende Übersetzung? Nun…

Es gibt sehr viel in die Tiefe, Breite und Höhe gehende Fachliteratur zum Thema Sales Funnel. Ich möchte das hier gar nicht ausbreiten, sonst liest Du noch in einigen Wochen an diesem Artikel, ohne den theoretischen Kern gleich in Handlung und Ergebnisse umzumünzen.

Sales Funnel im Network Marketing = wichtig

Ja, einer der Unterschiede zu den old school Methoden der 80er des 20. Jahrhunderts ist der, dass Du heute nicht mehr wild und blind irgendwelche Leute auf deine Liste schreibst, vom Bäcker bis zum Aufsitzrasenmäherfahrer mit der Baseballmütze, der jeden Morgen etwas verstört den Gehweg entlangfährt, an dem Du wohnst, um letztlich irgendwen für dein Geschäft zu begeistern. Das heißt, Du produzierst vollkommen freiwillig 99% totale Frustration, um 1% halbherzigen Erfolg zu ernten. Nö! Damit macht der Sales Funnel im Online Marketing ganz bestimmt Schluss, denn er filtert genau die Interessenten heraus, die wirklich Interesse an dem haben, was Du tust.

In der Marketingsprache heißt das: Unqualifizierte Leads fallen in den Trichter und unten kommen wenige qualifizierte Leads heraus. In der Mitte des Trichters geschieht das entscheidende, die Vorqualifizierung.

Ein Sales Funnel nimmt dir nicht nur vieles an Arbeit ab, sondern auch sehr viel Frust. Du musst dich nicht mit denen herumschlagen, die eh nur herumeiern und gar nicht richtig wollen. Du kannst dich ausschließlich mit den Interessenten beschäftigen, die Lust haben und echtes Interesse. Das entscheidende ist, dass Du für eine ordentliche Vorqualifizierung sorgst.

Diese ist besonders wichtig, denn, was die Oldschooler gern übersehen: Du kannst gar nicht alle infrage kommenden Kunden oder Geschäftsinteressenten kennen, die Du ansprechen sollst. Wie kommst Du darauf, dass der Aufsitzrasenmäherfahrer mit der komischen Baseballmütze genau der Kunde ist, den du suchst? Gar nicht. Du hast keine Ahnung, was das für ein Mensch ist. Die Oldschooler sagen: Sprich ihn an. Vielleicht wird er dir seine Mütze um die Ohren hauen – vielleicht wird er der größte und beste Networker, den die Welt je gesehen hat. Du weißt es erst, wenn Du ihn gefragt hast.

Ein Sales Funnel beginnt so: Du stellst ein Schild am Straßenrand auf: “Die Gelegenheit “XYZ”!” XYZ steht hier als Platzhalter für genau das, was Du anbietest.Nun gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Der Aufsitzrasenmäherfahrer fährt vorbei: Das heißt, er hat kein Interesse, bleibt ein Kontakt unter vielen.
  2. Der Aufsitzrasenmäherfahrer hält an und schaut, steigt ab, schaut hinter das Schild, spricht dich an, will mehr wissen. Das heißt, er beginnt den Prozess der Vorqualifizierung und womöglich stellt er sich als ernsthafter Interessent heraus.

Die Vorqualifizierung im Sales Funnel

Es kann – wenn Du dir den Professoren Talar umschwingen und den Finger altklug an die Nase halten willst – hier unendlich viele Einzelschritte geben, die alle wohl aufeinander abgestimmt, die perfekte Marketing Lösung darstellen, an dessen Ende der perfekte Kunde und der perfekte Weiterempfehler stehen. Aber… ich will das ganze hier etwas runterkochen und dir eine einfache und leicht umsetzbare Lösung zeigen.

Step 1 bei jedem Sales Funnel

Bevor Du rumrödelst: Mach dir klar, was Du vermarkten willst und mach dir klar, wen Du überhaupt ansprechen willst. Definiere deine Zielgruppe. Du kannst kein selbstgebasteltes Tierspielzeug vermarkten, wenn Du Videos von

Dann beginnen die weiteren Schritte des Verkaufstrichters – Du kannst hier kreativ werden und dir selbst Schritte ausdenken, die du für sinnvoll hältst. Ich zeige dir hier Beispiele, wenige Schritte, die dir das Konzept deutlich vor Augen führen sollen, dass Du seine Kraft erkennst.

Zunächst brauchst Du etwas, womit Du überhaupt im WWW Interessenten auf dein Geschäft aufmerksam machst. Das ist der erste Step in deinem Sales Funnel. Eine eigene Homepage ist fast schon antiquiert, heute verwendet man Blogs. Setze also zunächst einen eigenen Blog auf. (-> Wie Du mit einem eigenen Blog Geld verdienen kannst, klicke hier)

Der zweite Step besteht dann praktisch darin, dass ein Interessent deinen Blog findet, da ihn ein Artikel anspricht, er ihn bei Google gefunden hat, über ein Video dahingeführt wurde, etc.

Qualifizierung: Irgendjemand zeigt Interesse, besucht deinen Blog, liest einen Artikel…

ob dieser Jemand wirklich Interesse hat, erkennst Du aber erst daran, ob er oder sie weiter macht. D.h. Du brauchst weitere qualifizierende Schritte.

Step 3 könnte so aussehen: Du bietest auf deinem Blog ein kostenloses Infoprodukt an, das man erhält,wenn man sich für deinen Newsletter anmeldet. Du brauchst dafür ein Lead-Capture-Formular.

Qualifizierung: Dein Interessent zeigt das BEDÜRFNIS, mehr zu erfahren. Er qualifiziert sich somit für weitere Schritte, denn er stellt dir seine Kontaktadresse (E-Mail) zur Verfügung, über die weitere Kontaktmöglichkeiten entstehen.

Step 4

Dein Ziel war es, neue Geschäftspartner für dein Network Marketing Geschäft zu generieren oder neue Kunden. Wenn Du ihnen nun Informationen durch Blog und kostenlose Infoprodukte zur Verfügung gestellt hast, kannst Du die Ernsthaftigkeit deiner Interessenten auf eine neue Probe stellen: Zeige ihnen deine Geschäftsmöglichkeit oder direkt dein Produkt. Du kannst das in einer E-Mail tun oder auch direkt auf deinem Blog.

Qualifizierung: Der Interessent erweist sich als so ernsthaft, dass er zum Kunden oder Partner wird.

Ein Sales Funnel arbeitet fast unsichtbar

Du als Marketer bekommst von all dem nichts mit, erkennst es nur an Zahlen in deinem Tracking. D.h. Du siehst z.B. bei Google Analytics, wieviele Besucher dein Blog pro Monat hatte und anhand der Auswertungen deiner Capture-Formulare, wieviele Einträge es letztlich gab und wieviele neue Kunden und Partner widerum daraus resultierten. Beispiel: Dein Blog hat 100 Besucher pro Monat, 10 davon tragen sich für deinen Newsletter ein – du bekommst daraus 1 neuen Partner.

Hier noch einmal die elementaren Schritte:

  1. ein zielgruppenorientierter Blog
  2. ein Blog Post
  3. ein (kostenloses) Infoprodukt, eine Lead-Capture Page und ein Lead-Capture Formular
  4. deine Geschäftsgelegenheit / dein Produkt

Du siehst, ein Sales Funnel kann aus ganz wenigen Schritten bestehen, um zum Erfolg zu führen. Drumherum kann natürlich sehr viel mehr passieren. Dein Branding spielt eine Rolle, die Qualität deiner Infos, die Verknüpfung der einzelnen Schritte kann optimiert werden, usw..

Wenn Du einen Trichter dabei hast – optimiere ihn

Das bleibt zu tun: Dein Sales Funnel kann immer optimiert werden. Wo, das sagen dir die Zahlen. Angenommen, Du hast 1000 Blog-Besucher am Tag, aber nur einer trägt sich für deinen Newsletter ein, dann solltest Du etwas ändern ;-). Vielleicht solltest du deinen Newsletter ansprechender machen, den Besucher mehr auffordern, sich weitere Infos zu holen, usw.. Hier kannst Du viel experimentieren. Frage dich: Warum steigen die Interessenten aus? Warum gehen sie nicht weiter? Was könnte der Grund sein?

hier ein Beispiel für einen schlechten Trichter ;-)

Quelle: Karl-Heinz Laube / pixelio.de

Quelle: Karl-Heinz Laube / pixelio.de

Ich hoffe, ich konnte dir mit diesen grundlegenden Infos helfen.

Schaffe dir am besten gleich deinen eigenen Sales Funnel. Ich zeige dir, wie Du Step-by-Step ein ein eigenes Sales Funnel System nutzen kannst, um Leads zu generieren. Trage dich für meinen kostenlosen Videokurs ein. Du findest das Formular auf der rechten Seite des Blogs.

Mit besten Grüßen,

Sebastian

Über

Saucooler Internet Marketer aus Berlin. Seit 2007ff. ON - viele Projekte - dieses hier ist neu, ganz frisch: 2015. Es ist voll von Infos, Unterhaltung und coolen Fotos. ;-) Mein Hauptziel ist es, dir zu zeigen, wie du dein Online Geschäft effektiv, saucool und individuell aufbaust und jeden Tag mit einem einfachen System neue interessierte(!) Kontakte und Kunden gewinnst. Freut mich, dass meinen Artikel gelesen hast. Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen. Hinterlasse doch einen Kommentar!

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  1. […] gedankliche Experiment zeigt bereits die erste Stufe eines guten Sales Funnel, der deine Kontakte vorqualifiziert: Diese erste Stufe bist […]

  2. […] Du führst ihn auf deine Landingpage mit einem Opt-In, soviel ist klar. Jetzt muss dein Interessent aber im eigentlichen Sinne noch für dein Angebot gewonnen werden. Der Sales Funnel beginnt natürlich schon mit deiner Werbung bei Google oder Facebook. Über einen Sales Funnel generierst du qualifizierte Kontakte (mehr dazu: hier). […]

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